Brief von D. Feikert vom 7.10.26 an die Bürgerschaft

Sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerschaft Stralsund,
durch einen Artikel in der Ostsee- Zeitung vom 02.10.2026 habe ich davon erfahren,
dass die Chefin des Stralsund Museums Frau Dr. Maren Heun die Pietá, die derzeit im Johanniskloster steht, in den Innenhof des Museums umsetzen möchte. Für mich ist dieses das schönste Denkmal, welches wir in Stralsund haben. Jetzt steht das Denkmal im öffentlichen Raum und kann von allen Bürgern und Gästen dieser Stadt gesehen werden. Sollte es umgesetzt werden, ist es nur für eine kleine Gruppe von Menschen gegen Bezahlung sichtbar.
Gerade durch den Ukraine-Krieg ist das Thema „Krieg“ wieder für alle aktuell geworden. Wer das Denkmal genau betrachtet, sieht aber nicht nur eine Mutter, die um ihren gefallenen Sohn trauert, sondern auch das Kreuz als Symbol der Christenheit.
Aus diesem Grund ist der jetzige Standort, an einer durch Krieg zerstörten Kirche, genau der richtige Platz. Es gibt keinen besseren in dieser Stadt.
Ich bitte Sie sich in der Bürgerschaft dafür einzusetzen, dass das Denkmal an seinem derzeitigen Platz verbleibt. Es ist ein Denkmal von einem Stralsunder für alle Stralsunder und hat einen ganz aktuellen Bezug.
Diesen Brief habe ich auch den anderen Fraktionen der Bürgerschaft zugesandt.
Mit freundlichen Grüßen

D. Feikert