- gelegen im St. Georgen Quartier
- im 13. Jahrhundert bei der Altstadterrichtung vermutlich 2 Giebelhäuser
- erstes nachweisbares Zeugnis der Bebauung aus schwedischer Stadtaufnahme (1706/07), dort als Mönschstraße 58 & 59 aufgeführt (Bewohner Ernst Richter – Kaufmann, Brauer, Mälzer)
- 25.11.1772 verkauft an Johann Thoedor von Essen
- 25.08.1785 verkauft an Otto Heinrich von Thun – dieser soll das Haupthaus neu errichtet haben – Maueranker Hofseite
- 1789 (Fertigstellung „Neubau“)
- Ähnlichkeit mit Barockhaus Mönchstraße 23 (Kühlschen Haus, Daniel Joachim Kühl war Gründer der Amidommacherei (Kleidermacher) in Stralsund (Stärke). Unternehmen entstand 1729 nach Lübecker & Rostocker Vorbild ältestes und langlebigstes Unternehmen während der Schwedenzeit Stralsunds.
- Unterschied: Dach keine hölzernen Likarnen mehr vorhanden.
- Bei Mönchstraße 11 sind schon klassizistische Elemente vorhanden; risalitartig ausgebildete Vorsprünge; über den Resaliten befanden sich Vasen

- Kemladen Maueranker 1641 entweder neu + alte Anker oder stehen geblieben
- Vererbt an Carl Ludwig von Thun nach dessen Tod an Wilherlm Ulrich von Thun auf Schlemmin
- Dann an Gräfin Elise zu Stollberg Wernigerode (geb. von Thun auf Schlemmin) Gräfin Eigentümerin bis 1920 (nie dort gewohnt-immer vermietet)
- 01.01.1869 benannt in Mönchstraße 11
- 1920 verkauft an Pommersche Landbund, Kreisgruppe Franzburg
- November 1921 Antrag auf Umbau des Gebäudes, Abbruch Hintergebäube
- Januar 1922 immer noch keine Baugenehmigung – Landbund sitzt noch im Artushof (Alter Markt) Genehmigungsprobleme u.a.: Lage Heizungskeller, Hofansichten unzureichend, Öffnungen vor Umbau wesentlich größer und mehr
- 1941 Baumaßnahme im KG: Osttonne Einbau Zwischenwände & Schleuse Eigentümer Landesbauernschaft Pommern
- nach dem Krieg: staatliches Eigentum Eigentum des Volkes“ Rechtsträger: Kommunale Wohungsverwaltung KWV
- 1954 Programm z. Umbau fertiggestellt, z.Z. Büroräume d. Rates d. Stadt, Umbau zu Wohnungen; alle Räume erhalten Kachelöfen; Küchen erhalten kombinierte Gas- und Kohleherde, Aussenputz ausbessern;
- 1955 Abschluß der Arbeiten: Erste Mieterin bis in die 90er Jahre Familie Schuller
- Waschhaus als Abstellraum; Pianohaus & Elektrofrima Sitte)

Umbau & Sanierung
Mittelstands- und Existenzgründerzentrum: Wohnen und Arbeiten unter einem Dach; Existenzgründer: „nur“ arbeiten kaum Wohnen…
Unterstützt vom Mittelstandsinstitut Niedersachsen; Gespräche mit Schwerin zur Mietpreisunterstützung für mittelständische Existenzgründer
Erhalt des Tischlereibetriebes / Schaffung von eigenem Auftrag
Einrichtung Denkmalbau GmbH – Schaffung von zwei neuen Arbeitsplätzen für die Dauer der Bauarbeiten
Herbst 2000 Beginn Umbau & Sanierung. Erst Haupthaus dann Kemladen, Piano- & Waschhaus
Dauer von Erwerb bis Baubeginn u.a. 2 Jahre wegen Städtebaufördermitteln (zeitgleich Wasserstraße 80 gekauft) keine Städtebaufördermittel erhalten, Bürgerhausprogramm DSD 50.000 DM Förderung Straßenfassade

Sommer 2003 Fertigstellung
Keller für Gastronomie vorgerichtet (Leitungen in Ixel; ca. 100.000 DM)
- OG Beletage Rückbau in Urzustand (bei Baubeginn = 3 Wohnungen)
DG 2 Wohnungen (eine mit Loggia)
- OG 2 Wohnungen (eine mit Dachterrasse auf Kemladen)
Waschhaus als Einfamilienhaus“
Pianohaus: Wohnen auf 3 Ebenen + Dachterrasse auf Kemladen / EG = Büro
Durchfahrt mit Werbekästen für Hausbewohner
Überall Dielenböden; eigene Ernte“ (Hamer) ausgesucht, gegattert, getrocknet (Kauf der Kammer am Bodensee), genutet, gefedert und eingebaut
Treppenhaus: Wandmalerei durch Restaurator Bär und Unterstützung BIRAS freigelegt und wieder aufgearbeitet
Treppe ins 2. OG neu exakt nach Vorbild untere Treppen mit Schlitzen im Brüstungsfüllung (Licht von Dachflächenfenstern)
Kleine neue Treppe in Dachboden; dort trockene Kellerersatzräume (Abstell) für Mieter
Wohnhof frei von PKW’s
5.589,89 m³ umbauten Raum
Wohn- & Nutzfläche 1.200 m²
Kosten pro m² Wohnfläche ca. 770 €/qm
Baukosten gesamt ca. 925.000,00 €
insgesamt 13 Einheiten
Aspekte einer denkmalgerechten Sanierung kombiniert mit aktuellen Wohn-und Nutzungsvorstellungen der Bauherren bzw. „unserer heutigen Zeit“
Aegidius van Ackeren (2005)
