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	<title>Bürgerkomitee „Rettet die Altstadt Stralsund“ e. V.</title>
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	<description>Denkmalschutz, Altstadtentwicklung, Bewahrung der Altstadt der Hansestadt Stralsund</description>
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	<title>Bürgerkomitee „Rettet die Altstadt Stralsund“ e. V.</title>
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		<title>Baustart Rekonstruktion Lucht-Kanzel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 06:13:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach vielen Jahren des Stillstandes geht es nun endlich weiter: Die Lucht-Kanzel in St. Jakobi ist seit dem 18. März eingerüstet und wird zunächst teilweise zurückgebaut, um sie dann mit &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/baustart-rekonstruktion-lucht-kanzel/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Baustart Rekonstruktion Lucht-Kanzel</span> weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Nach vielen Jahren des Stillstandes geht es nun endlich weiter: Die Lucht-Kanzel in St. Jakobi ist seit dem 18. März eingerüstet und wird zunächst teilweise zurückgebaut, um sie dann mit den (hoffentlich) korrekten Maßen wieder zusammenzusetzen. Hintergrund ist, dass bestimmte noch vorhandene Originalteile dieses in den dreißiger Jahren als „schönste Kanzel Pommerns“ bezeichneten Bauwerks noch vorhanden sind, aber leider nicht mehr „ranpassen“. So existieren noch Wangenteile der Aufstiegstreppe, größere Teile des Eingangsportals sowie Holzschnitzereien, die unterhalb des Kanzelkorbes angebracht werden sollen. Alles wertvolle Arbeiten, die bislang im Depot liegen mussten. Die Rekonstruktion der Lucht-Kanzel ist ein überaus komplexes Unterfangen, da sie vor dem Krieg demontiert und (z.T.) falsch eingelagert wurde. Holzteile haben sich durch Feuchtigkeit verzogen, Steinmetzarbeiten sind beschädigt usw. Zeichnungen und Fotos sollen helfen, die Kanzel wieder soweit wie möglich mit den Orinalteilen wieder aufzubauen. Es ist noch etwas unklar, wo genau der oder die Fehler bei der Anfang der zweitausender Jahre durchgeführten ersten Sanierungsphase gelegen haben können. Aktuell werden von den Restauratoren daher umfangreiche Messungen und Bestandsaufnahmen vorgenommen, bevor dann die Demontage des Kanzelkorbes erfolgen kann. Diese Rekonstruktion erfolgt ausschließlich aus privaten Spendenmitteln, die über mehrere Jahre gesammelt wurden. Unser Dank geht an die Tantau-Stiftung, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und vielen privaten Spenderinnen und Spendern. Auch das Bürgerkomitee konnte einen fünfstelligen Betrag beitragen um die Gesamtfinanzierung abzusichern. Wir wünschen den Restauratoren ein gutes Auge, kluge Köpfe und Erfolg bei dieser überaus schwierigen Aufgabe.</p>



<p class="has-text-align-right">Heiko Werner in <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" data-type="post" data-id="2664">G&amp;T#94</a></p>
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		<title>Im Rausch der Farben – Wanddekorationen im Wandel der Zeit</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/veranstaltungen/im-rausch-der-farben-wanddekorationen-im-wandel-der-zeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 06:05:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen zusammenbringen, die ähnliche Interessen haben – das ist ein schönes Nebenprodukt der Tätigkeit unseres Vereins. Etwa 50 interessierte Gäste waren der Einladung des Bürgerkomitees „Rettet die Altstadt Stralsund“ e. &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/veranstaltungen/im-rausch-der-farben-wanddekorationen-im-wandel-der-zeit/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Im Rausch der Farben – Wanddekorationen im Wandel der Zeit</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Menschen zusammenbringen, die ähnliche Interessen haben – das ist ein schönes Nebenprodukt der Tätigkeit unseres Vereins. Etwa 50 interessierte Gäste waren der Einladung des Bürgerkomitees „Rettet die Altstadt Stralsund“ e. V. gefolgt.</p>



<p>Wolf-Dieter Thormeier nahm alle Anwesenden mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte unserer Stadt. Prachtvolle Bilder zeigten eine Fülle von Kunstwerken, die es in Stralsund zu entdecken gibt.</p>



<p>Als absoluter Kenner, als „Insider“, der in fast allen Häusern der Stadt bei der Restaurierung mitgewirkt hat, konnte er interessante Zusammenhänge und Thesen darstellen, z. B. nach der „Handschrift“ von Meistern in verschiedenen Häusern.</p>



<p>Waren die gleichen Meister am Werk? Hat man nach Musterbüchern gearbeitet? Welche Farben wurden verwendet? Wie wurden sie hergestellt? Alles Dinge, die uns heute noch im Bann halten.</p>



<p>Aus dem Mittelalter sind leider nicht so sehr viele Wandmalereien erhalten. Einige Fragmente sind im Johanniskloster ausgestellt – immerhin können die ab und zu besucht werden.</p>



<p>Wie langwierig manche Sanierungen sind, konnten wir sehr glaubhaft am Beispiel einer barocken Deckenmalerei aus der Heilgeiststraße 68 sehen. Im Zentrum dieser Malerei befindet sich passenderweise eine Darstellung der Tugend Hoffnung. Seit 2017 sind hier Planungen zur Sicherung im Gang, das Bürgerkomitee hat einen Beitrag geleistet. Leider ist es noch nicht gerettet und wird noch in Schulbladen verwahrt.</p>



<p>Ob Mittelalter, Barock, Renaissance, Klassizismus oder 19. Jahrhundert. Es gibt vieles zu sehen in Stralsund – man muss nur hinschauen – und wer weiß, vielleicht stupst uns Herr Thormeier bald wieder auf Dinge, die wir nicht immer im Blick haben.</p>



<p class="has-text-align-right">Dagmar Fromme in <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" data-type="post" data-id="2664">G&amp;T#94</a></p>
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		<title>Koggensiegelverleihung 2026</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/veranstaltungen/koggensiegelverleihung-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 05:55:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Verleihung des ersten Koggensiegels im Jahre 1996 wurden am 23. Januar dieses Jahres im Gustav-Adolf-Saal zwei weitere vorbildlich sanierte Altbauten mit der Auszeichnung gewürdigt. Das erste Koggensiegel an diesem &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/veranstaltungen/koggensiegelverleihung-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Koggensiegelverleihung 2026</span> weiterlesen</a>]]></description>
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<p><br>Nach Verleihung des ersten Koggensiegels im Jahre 1996 wurden am 23. Januar dieses Jahres im Gustav-Adolf-Saal zwei weitere vorbildlich sanierte Altbauten mit der Auszeichnung gewürdigt. Das erste Koggensiegel an diesem Abend wurde beispielgebend für diese langjährige Tradition für die vor 30 Jahren abgeschlossene Sanierung des Gebäudes <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/koggensiegel/wasserstr-39/" data-type="post" data-id="2557">Wasserstraße 39</a> (Ecke Frankenwall) verliehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="639" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1998_wasserstr_39-1024x639.png" alt="" class="wp-image-2768" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1998_wasserstr_39-1024x639.png 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1998_wasserstr_39-300x187.png 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1998_wasserstr_39-768x480.png 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1998_wasserstr_39.png 1185w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wasserstr. 39 nach Sanierung</figcaption></figure>



<p>Bildhaft und informativ zeichnete Herr Dr. Dieter Bartels den Werdegang der aufwändigen Sanierung nach. Angefangen von der Rückübertragung des Hauses seiner Großeltern, den Bedenken zu den finanziellen Risiken bis hin zu vielen kleinen interessanten Geschichten und Details um die Sanierung erhielten wir einen beeindruckenden Einblick. Dass diese Ehre an diesem Abend dem Urheber des Koggensiegels selbst zuteilwurde, war kein Zufall. Nach 30 Jahren als Vorstandsvorsitzender wurde Herr Dr. Dieter Bartels anschließend mit respektvollen Worten und großem Dank vom jetzigen Vorstandsvorsitzenden Olaf Fromme im Namen des Bürgerkomitees herzlich verabschiedet. Im Anschluss wurde das zweite Koggensiegel an die Eigentümer Annette und Michael Hotze für die hervorragende Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/koggensiegel/moenchstr-8/" data-type="post" data-id="2554">Mönchstraße 8</a> verliehen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="564" height="752" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2025_moenchstr_8.jpg" alt="" class="wp-image-2769" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2025_moenchstr_8.jpg 564w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2025_moenchstr_8-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mönchstr. 8</figcaption></figure>
</div>


<p>Michael Hotze berichtete über Erschwernisse, die eine Sanierung in einem denkmalgeschützten Gebäude mit sich bringen und gleichfalls herausfordern, besondere Lösungen zu finden. Anschließend stellte der Stralsunder Restaurator Wolf Dieter Thormeier, der die Sanierung begleitete, mit fundiertem Fachwissen besondere bauhistorische Elemente in diesem Gebäude vor und erläuterte diese. Besonders eindrucksvoll war auch hier zu sehen, wie die historischen Befunde sensibel in die neuen Nutzungen integriert wurden. Darüber hinaus ist mit der neu geschaffenen “KulturDIELE M8“ ein neuer Ort für Kultur entstanden, der der Weltkulturerbestadt Stralsund sehr gutsteht.</p>



<p>Sehr froh waren wir über die Zusage von Frau Beatrix Hegenkötter, uns einen fachlichen Einblick in die am 12. November 2025 verabschiedeten ersten Novelle des Denkmalschutzgesetzes M-V zu geben. Frau Hegenkötter stellte die wichtigsten Punkte der Gesetzesüberarbeitung kurz vor. Erfreulich ist, dass Genehmigungsverfahren vereinfacht wurden (z. B. für wiederkehrende Arbeiten) sowie eine Zustimmungsfiktion nach vier Wochen für mehr Planungssicherheit sorgen soll. Die Rahmenbedingungen für die Inanspruchnahme dafür hängen sicherlich vom jeweiligen Einzelfall ab. Interessant war auch zu hören, dass das vorsätzliche Zerstören von Denkmälern erstmals als Straftat im Gesetz erfasst wurde. Nachfragen kamen insbesondere auch zum Thema „Photovoltaikanlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden“ und deren Umgang. Im Denkmalschutzgesetz wurde der Klimaschutz lediglich als berechtigtes Interesse definiert. Hier wäre abzuwarten, wie die örtlich zuständige Genehmigungsbehörde bei zukünftigen Anträgen entscheidet. Ein paar Fragen blieben noch offen, für die Frau Hegenkötter baldige verbindliche Antworten in Aussicht gestellt hat; wir werden berichten.</p>



<p>Auch wenn an diesem Abend die winterlichen Temperaturen in der Kirchturmhalle nicht förderlich für einen gemütlichen Ausklang waren, so hat es uns als Bürgerkomitee sehr gefreut, dass sich trotz dieser schwierigen Witterungsbedingungen viele Interessierte, Mitglieder und Freunde auf den Weg gemacht haben. Ihr Interesse bestärkt uns in unserem Handeln, bedeutende kulturhistorische Baudenkmäler zu bewahren und darüber zu informieren.</p>



<p class="has-text-align-right">Kati Rehberg in <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" data-type="post" data-id="2664">GT#94</a><br><br></p>
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		<title>Das Kloster Mariakron</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/ein-blick-zurueck/das-kloster-mariakron/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 05:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Blick zurück]]></category>
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					<description><![CDATA[Wohl jeder kennt die beiden großen Klöster in Stralsund, das ehemalige Franziskanerkloster St. Johannis in der Schillstraße und das Dominikanerkloster St. Katharinen in der Mönchstraße. Weniger bekannt ist das ehemalige &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/ein-blick-zurueck/das-kloster-mariakron/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Das Kloster Mariakron</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wohl jeder kennt die beiden großen Klöster in Stralsund, das ehemalige Franziskanerkloster St. Johannis in der Schillstraße und das Dominikanerkloster St. Katharinen in der Mönchstraße. Weniger bekannt ist das ehemalige Brigittinenkloster Mariakron. Es befand sich außerhalb der Stadtmauern am nördlichen Ende des Jungfernstiegs, zwischen der heutigen Mariakronstraße, der Ketelhotstraße und dem Carl-Heydemann-Ring. Historisch belegt ist der Name Jungfernstieg, dieser erscheint schon 1427 als „Jungfrauenstieg“ &#8211; der Weg, der zum Kloster führt.</p>



<p>In dem genannten Bereich befand sich seit 1350 ein Kirchhof und die Maria-Magdalenen-Kapelle, welche später abgerissen wurde, da sie sich als zu klein für das 1421 gegründete Kloster erwies. Das Kloster geht zurück auf die heilige Brigitta von Schweden, die 1346 das Urkloster der Brigittinen Vadstena am Vätternsee errichtete. Die Stadt Stralsund stellte den Bauplatz am Moorteich zur Verfügung. Von den Bürgern wurde das Kloster durch etliche Stiftungen und Sachspenden unterstützt. Für eine neue Kirche wurde 1446 der Grundstein gelegt und das Ereignis mit großem Prunk gefeiert.</p>



<p>Mariakron war ein Doppelkloster. In einem Teil lebten die Nonnen, in einem anderen die Mönche. Die Wohnbereiche waren durch eine Mauer getrennt. Es gab eine gemeinsame Küche. Gekocht wurde von den männlichen Bewohnern und durch eine „Rolle“, heute würde man es wohl Durchreiche nennen, wurde das Essen zum weiblichen Teil der Bewohner gebracht.</p>



<p>Nördlich der Kirche lag der Doppelbau des Klostergebäudes, südlich befand sich, streng getrennt der Hof der Mönche und Priester. Zum Kloster gehörte auch ein umfangreicher Friedhof für Arme und Hingerichtete, der sich bis zur heutigen Friedrich-List-Straße erstreckte, der noch 1733 im Festungsplan der Stadt Stralsund erwähnt wurde. Hier fand z. B. die bekannte Kindesmörderin <em>Maria Flint</em> ihre letzte Ruhe.</p>



<p>Wie hat man sich kleidungsmäßig die damaligen Klosterbewohner vorzustellen? Die Nonnen waren mit grauem Rock und Mantel bekleidet, trugen auf dem Kopf eine Krone aus weißen Leinenstreifen und einen schwarzen Schleier. Rote Flecken sollten die Wundmale von Jesus Christus darstellen. Auch die Brüder trugen graue Röcke und Mäntel mit roten Kreuzen für die Priester.</p>



<p>Zur Zeit der Reformation 1525 brach über das Kloster das Unheil herein. Die aufgebrachten Volksmassen die schon St. Nicolai und St. Johannis verwüsten hatten, machten auch vor Mariakron nicht halt.</p>



<p>In ihrer Zerstörungswut zertrümmerten sie Bildwerke, verwüsteten die Unterkünfte, die Hallen und verbrannten Altäre. Die Mönche wurden aus der Stadt verwiesen, die Nonnen wurden umgesiedelt und fanden lebenslange Unterkunft im Katharinenkloster.</p>



<p>Danach wurde das Mariakronkloster abgetragen und die Klosterformatsteine für andere Zwecke, unter anderem für den Festungsbau, verwendet. Nach der Reformation wurden die beiden Klöster St. Annen- und St. Brigitten (Mariakron) zusammengelegt. Auch dieses Gebäude gibt es noch in der Schillstraße, dem heutigen Ordnungsamt.</p>



<p>Es gab leider keine vollständige bildliche und zeichnerische Darstellung vom Kloster. Lediglich ein Teildarstellung hat sich im Stralsund Museum erhalten. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="575" height="1024" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/lage_mariakron_am_moorteich-575x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2757" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/lage_mariakron_am_moorteich-575x1024.jpg 575w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/lage_mariakron_am_moorteich-169x300.jpg 169w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/lage_mariakron_am_moorteich-768x1367.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/lage_mariakron_am_moorteich-863x1536.jpg 863w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/lage_mariakron_am_moorteich-1151x2048.jpg 1151w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/lage_mariakron_am_moorteich-scaled.jpg 1438w" sizes="(max-width: 575px) 100vw, 575px" /><figcaption class="wp-element-caption">Teildarstellung Kloster Mariakron (Stralsund Museum &#8211; Digitalbearbeitung: H.W.)</figcaption></figure>
</div>


<p>Umso interessanter war die Tatsache, dass man 1931 beim Bau der Ketelhotstraße Fundamente des einstigen Klosters fand. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="369" height="248" data-id="2759" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-vom-2026-04-08-07-43-27.png" alt="" class="wp-image-2759" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-vom-2026-04-08-07-43-27.png 369w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-vom-2026-04-08-07-43-27-300x202.png 300w" sizes="auto, (max-width: 369px) 100vw, 369px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="369" height="248" data-id="2760" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-vom-2026-04-08-07-43-15.png" alt="" class="wp-image-2760" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-vom-2026-04-08-07-43-15.png 369w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Bildschirmfoto-vom-2026-04-08-07-43-15-300x202.png 300w" sizes="auto, (max-width: 369px) 100vw, 369px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Fundamentreste in der Ketelhotstr (Stadtarchiv Stralsund)</figcaption></figure>



<p>1956 wurden bei archäologischen Ausgrabungen Reste der ehemaligen Kapelle, ein Klostersiegel und weitere Artefakte entdeckt. Rätselhaft bleibt, woher die Knochen der kleinen Kinder stammen, die dort gefunden wurden.</p>



<p class="has-text-align-right">Ingrid Wähler in <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" data-type="post" data-id="2664">G&amp;T#94</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Agonie und Aufbruch</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/stralsunder-firmen/zwischen-agonie-und-aufbruch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 06:28:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stralsunder Firmen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Stralsunder Lokschuppen im Wandel ihrer Äußerlichkeit und der Zeit Die verbliebenen Bauwerke und Anlagen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes (Bw) Stralsund, rechtsseits gelegen an den nach Süden führenden Ausfahrtgleisen, lassen kaum &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/stralsunder-firmen/zwischen-agonie-und-aufbruch/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Zwischen Agonie und Aufbruch</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Stralsunder Lokschuppen im Wandel ihrer Äußerlichkeit und der Zeit</strong></p>



<p>Die verbliebenen Bauwerke und Anlagen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes (Bw) Stralsund, rechtsseits gelegen an den nach Süden führenden Ausfahrtgleisen, lassen kaum eine Vorstellung zu, wie viele Eisenbahner und Mitarbeiter des Bw dort mit Tatkraft und Fleiß arbeiteten, welch vielfältige verkehrstechnische Anlagen und Maschinen im Betrieb waren und welche verkehrshistorisch bedeutsame Rolle die Eisenbahn in und für Stralsund einst gespielt hat.</p>



<p>Der Anschluss Stralsunds an das Gleisnetz und die damit entstandene Verbindung mit den umliegenden und relevanten Städten Norddeutschlands datiert bereits ins 19. Jahrhundert zurück &#8211; 1863 Anschluss via Angermünde und 1878 via Neubrandenburg nach Berlin, bis 1888 via Velgast nach Ribnitz und Rostock, ab 1883 mit der bahntechnischen Erschließung der Insel Rügen dann auch nach Skandinavien per Fähre.</p>



<p>Stralsund stand somit in den folgenden Jahrzehnten zunehmend über viele Relationen mit den größeren und bedeutenden Städten über den Nah- und Fernverkehr in Verbindung, was sich in der zunehmenden Anzahl an Zugumläufen im Personenverkehr und Leistungen im Gütertransport widerspiegelte. Damit verbunden war die Zunahme von Lokomotiven und Waggons, die angeschafft, bedient und unterhalten werden mussten. Das Bahnbetriebswerk Stralsund als zentrale Anlaufstelle und Ort zur Koordination der Zugbewegungen, aber auch der Restauration, Unterhaltung, Reparatur und Abstellmöglichkeit, v. a. für die Lokomotiven, expandierte daher in Form einer zunehmenden Anzahl an Gebäuden und Mitarbeitern in den folgenden Jahren und Jahrzehnten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132317070.MP_-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2726" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132317070.MP_-1024x768.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132317070.MP_-300x225.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132317070.MP_-768x576.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132317070.MP_-1536x1152.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132317070.MP_-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ostfassade Lokschuppen 1</figcaption></figure>



<p>Der Lokschuppen 1, am nördlichsten gelegen, wurde 1879 gebaut und umfasste damals einen 4-ständigen Lokschuppen mit Drehscheibe, der später erweitert wurde auf 15 Stände &#8211; also 15 nebeneinander angeordnete Abstellplätze für Lokomotiven in einer großen Halle. Mit der rasanten Entwicklung des Eisenbahnverkehrs steigerte sich der Bedarf an weiteren Anlagen, und so wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Lokschuppen 2 mit insgesamt 18 Ständen gebaut. Zwischen 1917 und 1921 folgte dann Lokschuppen 3 mit 12 Ständen und der folglich dritten Drehscheibe. Die Drehscheibe ermöglicht nicht nur die Zufahrt zu den einzelnen Ständen, sondern auch das Wenden der Lokomotiven (Rückwärtsfahrten war für Dampfloks in der Regel nur mit der Höchstgeschwindigkeit 50 km/h erlaubt). Mithin vergrößerten sich die Bekohlungsanlagen (Hochbunkeranlage) und ab 1965 wurde eine Öltankstelle für die ölgefeuerten Dampfloks errichtet. Die Belegschaft umfasste zu DDR-Zeiten bis zu 2000 Mitarbeiter und auszubildende Lehrlinge.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134806443-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2728" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134806443-1024x768.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134806443-300x225.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134806443-768x576.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134806443-1536x1152.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134806443-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Speiseraum Anbau Lokschuppen 3</figcaption></figure>



<p>Mit der politischen und damit auch wirtschaftlichen Wende 1989 veränderte sich das Wesen und die Betriebsamkeit im Bw grundsätzlich. Der Eisenbahnverkehr mit seinen Transportaufgaben verlor sehr schnell an Bedeutung und somit auch an Umfang. Ab 1994 wurde der Lokschuppen 1 nur noch als Abstellraum für Schadlokomotiven benutzt. Mit der Übernahme der Eisenbahn-Anlagen, -maschinen und des gesamten Personalstammes durch die DB AG war die tiefgreifende Umstrukturierung und Anpassung an die neu definierten Bedürfnisse und das ökonomische Diktat unumgänglich. In der Konsequenz aller diesbezüglichen Entscheidungen wurde das Bw Stralsund im Jahr 2001 endgültig geschlossen. Seit der vollzogenen Stilllegung liegen die Flächen, Anlagen und Immobilien brach. Natürliche, wie anthropogen-destruktive Einflüsse ließen die Bausubstanz in den folgenden Jahren merklich erodieren. Mit dem drastischen Wandel der äußerlichen Gestalt wird die unschätzbare Bedeutung des Bw Stralsund für die Stadt- und für die Verkehrsentwicklung und -geschichte im Norden bis heute zunehmend verschleiert, unkenntlich gemacht und damit nicht mehr ausreichend gewürdigt oder wenigstens in angemessener Form an sie erinnert. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132908128-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2727" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132908128-1024x768.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132908128-300x225.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132908128-768x576.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132908128-1536x1152.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132908128-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">ehemaliges Stellwerk</figcaption></figure>



<p>(Erst) Im Jahr 2021 gelang es der Stadt Stralsund in Form der Liegenschafts- und Entwicklungsgesellschaft (LEG) das Areal von der DB AG, die von Anbeginn weder an dem Erhalt der Anlagen, noch an der Historie Interesse zeigte, zu übernehmen.</p>



<p>Die verwendeten Backsteine wurden überwiegend in der bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Devin ansässigen Ziegelei Otto Hossfeld gefertigt und waren somit in ausreichender Anzahl verfügbar. Die Ziegelsteine sind in vielen Gebäuden in und um Stralsund verbaut und markieren daher einen wichtigen Anteil der baulichen Entwicklung der Stadt im Industrie-, Wohnungs- und Zweckbau.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/03-Bw-Stralsund-fuer-Giebel-und-Traufen-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-2722" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/03-Bw-Stralsund-fuer-Giebel-und-Traufen-1024x680.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/03-Bw-Stralsund-fuer-Giebel-und-Traufen-300x199.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/03-Bw-Stralsund-fuer-Giebel-und-Traufen-768x510.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/03-Bw-Stralsund-fuer-Giebel-und-Traufen-1536x1020.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/03-Bw-Stralsund-fuer-Giebel-und-Traufen-2048x1360.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Otto Hossfeld Ziegel aus Devin bei Stralsund</figcaption></figure>



<p>Der Vorteil der Ziegelsteine liegt in seinen hervorragenden Eigenschaften begründet: sie sind hart, druckfest und langlebig. Selbst tragende Außenwände und Pfeiler wurden aus Ziegeln in Massivbauweise angelegt. Unter Normalbedingungen können sie Wärme speichern und langsam abgeben. Durch ihre Diffusionsoffenheit kann auch Feuchtigkeit aufgenommen und abgegeben und so das Raumklima günstig beeinflusst werden. Sie sind überdies nicht brennbar und besitzen einen hohen Feuerwiderstand, was bedeutet, dass im Falle eines Brandes inner- oder außerhalb eines Bauwerkes, die Tragfähigkeit auch bei hohen Temperaturen lange erhalten bleibt.</p>



<p>Die Lokschuppen 1 und 2 sind als Funktionsbauten im Stil der damals zeitgenössischen Industriearchitektur errichtet worden und hatten primär funktionellen Ansprüchen zu genügen, sprich dem Ab- und Unterstellen von Lokomotiven, sowie deren Pflege, Restauration und Reparatur. Die Lokschuppen sind als sog. Ringlokschuppen angelegt, d. h. die einzelnen Stände, also Lokomotiv-Stellplätze in der Lokhalle, sind radial nebeneinander angeordnet und können durch die vor den Einfahrten gelegene Drehscheibe zugänglich gemacht werden. Eine Vielzahl von Lokomotiven und Maschinen können so untergestellt und betreut werden. Durch den ringförmigen Bau ist eine maximale Ausnutzung des vorhandenen Raumes möglich. Die Dachkonstruktionen bestehen aus Stahl und Holzbindern in Form von Dreiecksverbänden mit großen Spannweiten, die eine große Lokhalle darunter überspannen, um ausreichend Platz für die großen Lokomotiven und den daran zu tätigen Arbeiten zu bieten, ohne dass allzu viele Zwischenträger den Raum einengen. Die hohen Innenräume mit der sichtbaren Dachkonstruktion werden durch das, durch die Bogen- und Torfenster einfallende, natürliche Tageslicht erhellt und durch Deckenleuchten ergänzt. Dies verleiht dem weit ausladenden und hohen Innenraum der Lokschuppen damit eine fast gewissermaßen monumentale und atmosphärische Wirkung. Auch wenn die Funktionalität das Primat bei der Errichtung der Lokschuppen hatte („Form folgt Funktion“), waren trotz dessen einige sehenswerte, gestalterische Elemente verbaut worden. Die Eisentore an den Einfahrten der einzelnen Stände sind mit jeweiligen Fenstereinlassungen versehen. Die seriellen Rundbogenfenster oder die sehr großen Rechteckfenster auf der Lokschuppen-Rückseite sorgten für Lichteinlass in die Lokschuppen und formten damit gleichzeitig ein ästhetisch durchaus ansprechendes Gebäude im Stil der Industriearchitektur aus, trotz aller Sachlichkeit, Massivität und der klaren Proportionen. Rollschichten und Gesimse sorgen für Auflockerung und Abwechslung an den sonst großflächigen Außenfassaden.</p>



<p>Zurück zur Gegenwart: Die Dachkonstruktionen der Lokschuppen 1 und 2 sind infolge des ungehinderten Angriffes sämtlicher Wettereinflüsse marode, schadhaft und stellenweise eingestürzt. Damit liegt auch deren Mauerwerk nunmehr vielerorts im Einfluss von Wind, Wetter und damit zwangsläufig von Feuchtigkeit. Der Verfall und das Nachlassen der Stabilität bis zur Einsturzgefahr wird dadurch beschleunigt. Die bereits vor Jahren vollzogene Aufnahme der Gebäude in die Liste der Baudenkmäler bzw. des Denkmalschutzes ist allenfalls eine moralische Beistandsbekundung. Effektiver wären aktive Schutz- und Sicherungsmaßnahmen, um sämtliche der die Erosion unterhaltenden Schadfaktoren von der noch verbliebenen Bauwerksubstanz fernzuhalten, um eine Restauration und damit den Erhalt der Gebäude und damit wichtiger Zeitzeugen der Stadt- und Verkehrsgeschichte der Stadt Stralsund zu gewährleisten. Diese Maßnahmen sind aber sehr kostenintensiv, die Bereitstellung der finanziellen Mittel entsprechend schwierig. Eine Neunutzung der Lokschuppen wäre aber nur so realistisch und möglich. Ideen dafür gibt es bereits viele. Der Förderverein Lokschuppen e. V. Stralsund (FLokS e. V., www.floks-mv.de) ist seit Jahren bestrebt, Ideengeber und Akteure dafür zu finden. Architektur-Studenten der Hochschule Wismar sowie der Hochschule Konstanz haben daraufhin Projektarbeiten angefertigt, in denen Nutzungskonzepte z. B. mit Grünanlagen, Cafés, Skaterparks, Spielplätzen, Sportanlagen, Ruheräumen, Ausstellungsflächen, Konferenzräumen u. v. m. erarbeitet wurden. Der Verein steht zudem in Verbindung mit der Stadt Stralsund und der LEG. Letztere waren und sind wichtige Partner, um das Ziel &#8211; die Erhaltung und Neunutzung der Lokschuppen – doch noch realisieren zu können. Die FLokS-Vereinsmitglieder selbst möchten gern einen Teil des Geländes oder eines Lokschuppens als Ausstellungs- und Museumsfläche nutzen, um die Erinnerung an die wertvolle Eisenbahngeschichte der Stadt Stralsund mit Exponaten wach zu halten und erlebbar zu machen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134101216-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2731" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134101216-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2731" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134101216-768x1024.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134101216-225x300.jpg 225w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134101216-1152x1536.jpg 1152w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134101216-1536x2048.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_134101216-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Servicegrupe LS 2</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Radsatz_Drehmschine_von-Hegenscheidt-in-Schuppen-1-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2724" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Radsatz_Drehmschine_von-Hegenscheidt-in-Schuppen-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2724" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Radsatz_Drehmschine_von-Hegenscheidt-in-Schuppen-1-768x1024.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Radsatz_Drehmschine_von-Hegenscheidt-in-Schuppen-1-225x300.jpg 225w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Radsatz_Drehmschine_von-Hegenscheidt-in-Schuppen-1-1152x1536.jpg 1152w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Radsatz_Drehmschine_von-Hegenscheidt-in-Schuppen-1-1536x2048.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Radsatz_Drehmschine_von-Hegenscheidt-in-Schuppen-1-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Radsatzdrehmaschine</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072222050-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2729" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072222050-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2729" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072222050-768x1024.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072222050-225x300.jpg 225w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072222050-1152x1536.jpg 1152w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072222050-1536x2048.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072222050-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">einziger erhaltener Holzträger</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072340580-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2730" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072340580-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2730" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072340580-768x1024.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072340580-225x300.jpg 225w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072340580-1152x1536.jpg 1152w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072340580-1536x2048.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_072340580-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dacheinsturz LS 1</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Fluegeltore-Lokschuppen-2-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="680" data-id="2723" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Fluegeltore-Lokschuppen-2-1024x680.jpg" alt="" class="wp-image-2723" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Fluegeltore-Lokschuppen-2-1024x680.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Fluegeltore-Lokschuppen-2-300x199.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Fluegeltore-Lokschuppen-2-768x510.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Fluegeltore-Lokschuppen-2-1536x1020.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Fluegeltore-Lokschuppen-2-2048x1360.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Flügeltore LS 2</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_074113873-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2732" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_074113873-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2732" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_074113873-1024x768.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_074113873-300x225.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_074113873-768x576.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_074113873-1536x1152.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20220524_074113873-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">fast schon Kunst</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_133730186-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2735" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_133730186-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-2735" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_133730186-1024x768.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_133730186-300x225.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_133730186-768x576.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_133730186-1536x1152.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_133730186-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Industrieathmosphäre in LS 2</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132209325-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2734" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132209325-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2734" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132209325-768x1024.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132209325-225x300.jpg 225w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132209325-1152x1536.jpg 1152w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132209325-1536x2048.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/PXL_20210506_132209325-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">mobile Kühlschränke (nicht FCKW-frei)</figcaption></figure>
</figure>



<p></p>



<p class="has-text-align-right">Thilo Wagner in <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" data-type="post" data-id="2664">G&amp;T #94</a> <br>Fotos: A.Meyen, H.Werner, T.Wagner, <a href="https://floks-mv.de/s">FLOKS e. V.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Badenstr. 5</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/badenstr-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 06:11:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Jugendstil-Treppenhaus vernichtet – Nachlass-Päckchen aus dem 17. Jhdt. gefunden Vor 30 Jahren: Das Drama um das Brand-Haus Badenstraße 5 Es ist spätabends des 13. Februar 1996: Die Flammen schlagen schon &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/badenstr-5/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Badenstr. 5</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Jugendstil-Treppenhaus vernichtet – Nachlass-Päckchen aus dem 17. Jhdt. gefunden</p>



<p><strong>Vor 30 Jahren: Das Drama um das Brand-Haus Badenstraße 5</strong></p>



<p>Es ist spätabends des 13. Februar 1996: Die Flammen schlagen schon aus dem Gebäude Badenstraße 5, als die Feuerwehr anrückt. Vom ca. 1880 erbauten bzw. überarbeiteten Wohnhaus Badenstraße 5 verbleiben nur noch Ruinen-Reste. Voraus gegangen war ein <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/buergerproteste/badenstrasse/" data-type="post" data-id="2040">Konflikt zwischen dem Lübecker Eigentümer und der Denkmalpflege.</a> Sollte eine „heiße Sanierung“ die Lösung sein? Jedenfalls war ein einzigartiges Treppenhaus im „Jugendstil reinster Ausprägung“ (damalige Denkmalpflegerin Dr. Ursula Markfort) unwiederbringlich verloren.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="510" height="723" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2000_badenstr_5_abriss_3.jpg" alt="" class="wp-image-2704" style="aspect-ratio:0.7053892302251338;width:690px;height:auto" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2000_badenstr_5_abriss_3.jpg 510w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2000_badenstr_5_abriss_3-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /><figcaption class="wp-element-caption">2000 Abriss Badenstr. 5</figcaption></figure>



<p>Doch der Reihe nach: Für das dreieinhalbgeschossige Gebäude mit Vorderhaus, Seitenflügel und Hof und für das Vorgängerhaus kamen und gingen die Eigentümer: z. B. 1680 der Weinhändler Hermann Wolfradt, 1810 der Sattlermeister Johann Samuel Bernhard, 1862 der Notar Carl Wilhelm Fabricius und 1872 der Zahnarzt Wilhelm van der Heyden. 3 Wohnungen beherbergte das Haus, 1868 entstand in der Vorderfront eine Öffnung für Schaufenster, 1933 wurde eine Dachwohnung zugelassen. 1991 zog die Hanse-Galerie dort ein (siehe Bild). Die Grundmauern und der Keller dürften aus dem 13. bzw. 14. Jhdt. stammen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="1024" data-id="2703" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_detail_treppenhaus-1000x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2703" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_detail_treppenhaus-1000x1024.jpg 1000w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_detail_treppenhaus-293x300.jpg 293w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_detail_treppenhaus-768x786.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_detail_treppenhaus-1500x1536.jpg 1500w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_detail_treppenhaus-2000x2048.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1022" data-id="2702" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_treppenhaus-1024x1022.jpg" alt="" class="wp-image-2702" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_treppenhaus-1024x1022.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_treppenhaus-300x300.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_treppenhaus-150x150.jpg 150w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_treppenhaus-768x767.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_treppenhaus-1536x1534.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_badenstr_5_treppenhaus-2048x2045.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Jugendstil Treppenhaus (Fotos: H.Hardenberg)</figcaption></figure>



<p>Das Jugendstiltreppenhaus mit wertvollen Wandmalereien und hübscher Wendeltreppe entstand zwischen 1870 und 1890. Das unglückliche Schicksal wollte es nun, dass gerade dort an 2 Stellen Feuer gelegt wurde. Der Eigentümer, der das Haus ca. 1994 erworben hatte, befand sich nicht nur im Streit mit der Denkmalpflege, die u. a. die Restaurierung des Treppenhauses gefordert hatte. Dicke Luft gab es auch mit der Bauaufsicht, die die Sicherung des baufälligen Kemladens mit der Androhung eines saftigen Zwangsgeldes verlangt hatte. Bei aller Verbitterung über den Verlust des Treppenhauses geschah jedoch auch ein kleines Wunder: Ein historisch wertvoller Kachelofen von ca. 1780 konnte gerettet und geborgen werden.</p>



<p><strong>Brand-Ruine als „Touristen-Schreck“</strong></p>



<p>Aber das Drama war noch nicht zu Ende: Noch 2 Jahre nach dem Brand, am 25.3.1998, setzte der Ostsee-Anzeiger die Headline: „Die Brandruine in der Badenstraße 5 beleidigt das Stadtbild: Touristen-Schreck am Rathausplatz“. Weitere 16 Monate vergingen im Streit über Wiederaufbau und/oder Abriss und nötige Sicherungsmaßnahmen am Nachbarhaus. Schließlich meldete die Ostseezeitung am 22.7.1999: „Nupnau will sein Haus nun doch verkaufen“, nämlich im Gefolge des geplanten Einkaufszentrums im Quartier 17. Der Abriss geschah dann im Jahr 2000. Gleichwohl in Erinnerung verbleibt die treffende Einordnung des Ostsee-Anzeigers v. 25.3.1998: „Noch heute, 2 Jahre nach der Brandlegung, scheinen die schwarzen, verbrannten Reste der Ruine gegen blanken Eigennutz und spekulative Altstadtzerstörung mahnen zu wollen.“</p>



<p>Die Erzählung geht jedoch weiter: Vor Errichtung des Einkaufszentrums erfolgten umfängliche archäologische Grabungen. Unter der Badenstraße 5 fanden sich in einem Brunnen von ca. 1320 und in 6 Holz- und Ziegel-Latrinen (Bauzeit zwischen 1270 und 1550) sensationelle Funde: eine rätselhafte „Papstbulle“, unzählige Siegel, Messer, Münzen in Walnuss-Schalen und Tongefäße; ganz besonders aber: Trinkgläser (sog. Krautstrünke) von der Weinhändlerfamilie Berchmeyer (ca. 1630) und &#8211; noch einzigartiger &#8211; der Nachlass von Heinrich Berchmeyer (auch ca. 1630, jetzt im Stadtarchiv Stralsund). In der Veröffentlichung von Ansorge und Rütz<em> „Quartier 17“</em> (Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V 2016) heißt es dazu: „Der Nachlass enthält Handelsbriefe, Rechnungen, Quittungen, Pfandbriefe, private Briefe…Alles ist fein säuberlich in Päckchen verpackt und mit dünnen Lederbändchen verschnürt.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="1024" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_5-760x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2706" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_5-760x1024.jpg 760w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_5-223x300.jpg 223w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_5-768x1034.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_5.jpg 954w" sizes="auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px" /><figcaption class="wp-element-caption">2025</figcaption></figure>



<p>Ironie des Schicksals also: Aufgrund dieser wertvollen Funde haben der Brand und das Einkaufszentrum auch irgendwie etwas ganz klein wenig Tröstliches. Aber insgesamt gilt: Wir sollten die alte Badenstraße 5, die zu schnödem Beton mutierte, nicht vergessen.</p>



<p class="has-text-align-right">Arnold von Bosse in <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" data-type="post" data-id="2664">G&amp;T #94</a><br></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wieder ein Denkmal weniger</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/wieder-ein-denkmal-weniger/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 05:37:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://buergerkomitee-stralsund.de/?p=2669</guid>

					<description><![CDATA[Als ich 1991 das erste Mal Stralsund besuchte, war ich begeistert von der Vielzahl historischer Bauten, dem vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtgrundriss, der direkten Lage an der „Ostsee“ und auch die &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/wieder-ein-denkmal-weniger/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wieder ein Denkmal weniger</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als ich 1991 das erste Mal Stralsund besuchte, war ich begeistert von der Vielzahl historischer Bauten, dem vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtgrundriss, der direkten Lage an der „Ostsee“ und auch die Baulücken ließen meiner Phantasie großen Spielraum. Ich habe nur die Schönheit gesehen, nicht den Verfall. Besonders die Aneinanderreihung der Giebelhäuser in der Franken-, Mönch- und der Mühlenstraße hatten es mir angetan und ließen mich davon träumen, das eine oder andere Denkmal für mich oder für Bauherren sanieren zu dürfen.</p>



<p>Die äußeren Umstände waren bestens. Stralsund war und ist ein Flächendenkmal, ausgewählt als eine von insgesamt 5 Städten der DDR (Weimar, Meißen, Brandenburg und Halberstadt) als Modellvorhaben der Stadterneuerung &#8211; verbunden mit ausreichenden Fördermitteln, einem sehr engagierten städtischen Bauamt mit fachkundigen und Herzblut agierenden Denkmalpflegern der unteren und oberen Denkmalschutzbehörde, einer Vielzahl von privaten Stralsunder Bauherren, einer Stadterneuerungsgesellschaft, einem Bürgerkomitee „Rettet die Altstadt“ e. V., ehemals auch noch einer Initiative „Altstadt Stralsund“ und einer Arbeitsgruppe „Revitalisierung der Innenstadt HST“ sowie einem 1989 erkämpften Abrissstopp im gesamten Altstadtgebiet.</p>



<p>Also beste Voraussetzungen für eine großartige und lebenswerte Altstadt.</p>



<p>1996 bin ich dann nach Stralsund gezogen, in ein unsaniertes, leerstehendes Mehrfamilienhaus in der Semlower Straße mit zugemauerten Fenstern, Deckendurchbrüchen und in den ersten Tagen ohne Strom und Wasser. Voller Tatendrang und Freude begann ich dort mit der Arbeit. Es gab ausgiebige Unterstützung durch das Bauamt, großzügige Fördermittel durch die Stadterneuerungsgesellschaft, unkomplizierte Kredite von der hiesigen Stralsunder Stadtsparkasse, und um mich herum fast nur freundliche und hilfsbereite Bürger.</p>



<p>Seit nunmehr 30 Jahren denke ich mir immer wieder: das war genau das Richtige für mich. Eine Vielzahl von denkmalgeschützten Häusern und auch mehreren Neubauten in der Altstadt konnte ich seitdem verwirklichen. Kurzum war und ist eigentlich alles hervorragend.</p>



<p>Allerdings verärgern mich die Abrissarbeiten, die ich seit 1996 in Stralsund miterleben musste, bis heute. Dass selbst im Jahr 2026 in einer UNESCO-Weltkulturerbe Stadt ein bis vor kurzem bewohntes und immer gepflegtes denkmalgeschütztes Giebelhaus (Wasserstraße 59) nach Genehmigung durch die obere Denkmalschutzbehörde abgerissen werden darf, kann ich nicht nachvollziehen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" data-id="2673" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1880_wasserstr_4-682x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2673" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1880_wasserstr_4-682x1024.jpg 682w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1880_wasserstr_4-200x300.jpg 200w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1880_wasserstr_4-768x1153.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1880_wasserstr_4-1023x1536.jpg 1023w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1880_wasserstr_4.jpg 1102w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption class="wp-element-caption">um 1880</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="969" height="817" data-id="2666" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_59_abriss.jpg" alt="" class="wp-image-2666" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_59_abriss.jpg 969w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_59_abriss-300x253.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2026_badenstr_59_abriss-768x648.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 969px) 100vw, 969px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abriss 2026</figcaption></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Wasserstr. 59</figcaption></figure>



<p>Wenn ein Gebäude über Jahrzehnte leer stand oder von alleine in Teilen einstürzte oder ein Brand große Teile zerstörte, konnte ich eine Abrissgenehmigung ein wenig begreifen. Trotzdem ist es auch dann möglich, wie zum Beispiel beim sogenannten Stützhaus in der <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/buergerproteste/knieperstrasse/" data-type="post" data-id="2049">Knieperstraße 17</a> gut sichtbar, wenigstens die Fassade und Teile der Brandwände denkmalgerecht wieder aufzubauen bzw. in einen Neubau zu integrieren.</p>



<p>Schon zu DDR-Zeiten wurden Anfang der 80er Jahre beispielsweise die Badenstraße 46 und der Alte Markt 12 vollständig „niedergelegt“ und danach nach historischem Vorbild wieder errichtet. Was dem Stadtbild einfach nur sehr gutgetan hat und tut.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-4 is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="440" height="592" data-id="2684" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1919_alter_markt_12.jpg" alt="" class="wp-image-2684" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1919_alter_markt_12.jpg 440w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1919_alter_markt_12-223x300.jpg 223w" sizes="auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="804" height="1024" data-id="2676" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-1968-804x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2676" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-1968-804x1024.jpg 804w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-1968-236x300.jpg 236w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-1968-768x978.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-1968.jpg 1035w" sizes="auto, (max-width: 804px) 100vw, 804px" /><figcaption class="wp-element-caption">1968</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="743" height="1024" data-id="2677" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-Abriss-Mai-1973-743x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2677" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-Abriss-Mai-1973-743x1024.jpg 743w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-Abriss-Mai-1973-218x300.jpg 218w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-Abriss-Mai-1973-768x1058.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-Abriss-Mai-1973-1114x1536.jpg 1114w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Alter-Markt-12-Abriss-Mai-1973.jpg 1306w" sizes="auto, (max-width: 743px) 100vw, 743px" /><figcaption class="wp-element-caption">Teilabriss Mai 1973</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="692" height="1016" data-id="2678" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2003-alter-markt-12.jpg" alt="" class="wp-image-2678" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2003-alter-markt-12.jpg 692w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/2003-alter-markt-12-204x300.jpg 204w" sizes="auto, (max-width: 692px) 100vw, 692px" /><figcaption class="wp-element-caption">2003</figcaption></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Alter Markt 12</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="609" data-id="2680" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/041_1978_Badenstrasse-46-1024x609.jpg" alt="" class="wp-image-2680" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/041_1978_Badenstrasse-46-1024x609.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/041_1978_Badenstrasse-46-300x178.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/041_1978_Badenstrasse-46-768x457.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/041_1978_Badenstrasse-46-1536x914.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/041_1978_Badenstrasse-46-2048x1218.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">1978</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="855" data-id="2681" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/042_1983_Badenstrasse-46-1024x855.jpg" alt="" class="wp-image-2681" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/042_1983_Badenstrasse-46-1024x855.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/042_1983_Badenstrasse-46-300x251.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/042_1983_Badenstrasse-46-768x641.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/042_1983_Badenstrasse-46-1536x1283.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/042_1983_Badenstrasse-46.jpg 1710w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wiederaufbau 1980-83</figcaption></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Badenstr. 46</figcaption></figure>



<p>Die derzeit stark weit verbreitete „Angst“ nicht zeitgemäß oder gar historisierend zu bauen, war damals erfreulicherweise noch nicht vorhanden.</p>



<p>Wobei zugleich die dem Zeitgeist entsprechende Architektursprache zum Beispiel am Alten Markt 1 (Mitte der 80er Jahre) verwirklicht wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="916" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_alter_markt_1-1024x916.jpg" alt="" class="wp-image-2686" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_alter_markt_1-1024x916.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_alter_markt_1-300x268.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_alter_markt_1-768x687.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_alter_markt_1-1536x1375.jpg 1536w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/1990_alter_markt_1-2048x1833.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">1990 Alter Markt 1</figcaption></figure>



<p>Nachdem durch Kriegseinwirkung, großflächige Abrisse zu DDR-Zeiten, mehrere Einstürze und Brände in der Wendezeit bereits ein erheblicher Verlust an bedeutenden Denkmälern zu verzeichnen war, wurden neben einer Vielzahl nicht denkmalgeschützter Gebäude seit 1996 folgende denkmalgeschützte Gebäude abgerissen: <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/buergerproteste/badenstrasse/" data-type="post" data-id="2040">Badenstraße 5</a>, Bleistraße 15, Böttcherstraße 26 und 29, Frankenstraße 17, Frankenwall 12 und 23, Wasserstraße 13 und 78 und die Langenstraße 32 und 63.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="759" height="1024" data-id="2693" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-1991-759x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2693" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-1991-759x1024.jpg 759w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-1991-222x300.jpg 222w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-1991-768x1036.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-1991-1138x1536.jpg 1138w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-1991-1518x2048.jpg 1518w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-1991.jpg 1562w" sizes="auto, (max-width: 759px) 100vw, 759px" /><figcaption class="wp-element-caption">1991</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="748" height="1024" data-id="2694" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-2012-748x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2694" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-2012-748x1024.jpg 748w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-2012-219x300.jpg 219w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-2012-768x1052.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-2012-1121x1536.jpg 1121w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-2012-1495x2048.jpg 1495w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Boettcherstrasse-26-2012-scaled.jpg 1869w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /><figcaption class="wp-element-caption">2006</figcaption></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Böttcherstr. 26</figcaption></figure>



<p>Bei der Frankenstraße 17 blieb bisher wenigstens ein Teil des Kellers und der Brandwand und beim Frankenwall 12 das Erdgeschoss erhalten. Bei der Böttcherstraße 29 hieß es seinerzeit, dass es wegen der erheblichen Schäden durch den Einsturz des Nachbargebäudes im Jahre 1999, vollständig abgerissen werden müsse und dann aber in ähnlicher Form wieder aufgebaut werden solle. Tatsächlich ist auf dieser Parzelle, wie auch auf vielen anderen Stellen der Stralsunder Altstadt, ein an Langweiligkeit und Banalität nicht zu überbietender Neubau entstanden.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="714" height="1024" data-id="2691" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/001_1968_Boettcherstrasse-29-714x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2691" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/001_1968_Boettcherstrasse-29-714x1024.jpg 714w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/001_1968_Boettcherstrasse-29-209x300.jpg 209w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/001_1968_Boettcherstrasse-29-768x1101.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/001_1968_Boettcherstrasse-29.jpg 938w" sizes="auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px" /><figcaption class="wp-element-caption">1968</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="691" data-id="2690" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/002_2006_boettcherstr_29_abriss-1024x691.jpg" alt="" class="wp-image-2690" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/002_2006_boettcherstr_29_abriss-1024x691.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/002_2006_boettcherstr_29_abriss-300x202.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/002_2006_boettcherstr_29_abriss-768x518.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/002_2006_boettcherstr_29_abriss.jpg 1172w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abriss 2006</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="2692" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/003_2020_boettcherstrasse_29-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2692" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/003_2020_boettcherstrasse_29-683x1024.jpg 683w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/003_2020_boettcherstrasse_29-200x300.jpg 200w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/003_2020_boettcherstrasse_29-768x1152.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/003_2020_boettcherstrasse_29-1024x1536.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/003_2020_boettcherstrasse_29-1365x2048.jpg 1365w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/003_2020_boettcherstrasse_29-scaled.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">2026</figcaption></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Böttcherstr. 29</figcaption></figure>



<p>Gerade in einer UNESCO-Weltkulturerbe Stadt, die sich zudem einen Gestaltungsbeirat „leistet“, dürfte so etwas nicht passieren. In einer stolzen Hansestadt wie Stralsund sollten neu errichtete Gebäude durchaus mit den prächtigen Giebelhäusern aus allen Epochen konkurrieren können und vor allem auch wollen.</p>



<p>Zurück zum Abriss des denkmalgeschützten Giebelhauses in der Wasserstraße 59, das bis vor wenigen Jahren noch bewohnt war und genutzt wurde. Die ehemalige Besitzerin Frau Beetz zeigte gern voller Stolz ihr Wohn- und Arbeitshaus, das sie und ihre Familie jeweils nach dem gerade vorherrschenden Zeitgeist renovieren ließ. Alte Bilder zeigen die ursprüngliche Schönheit, die im Bereich der Fassade leicht wiederhergestellt werden könnte. Wie bei fast jedem alten Gebäude zeigen sich selbstverständlich nach Freilegungs- und Entkernungsarbeiten Bauschäden und häufig auch Probleme mit der Statik, den Fundamenten, den Wandstärken der Außenwände und der damit verbundenen Herausforderung der geforderten Wärmedämmung sowie mit dem Brandschutz.</p>



<p>Nichts was sich nicht lösen lässt.</p>



<p>Gerade bei Denkmälern gibt es großzügige unkomplizierte Fördermöglichkeiten über die Stadterneuerungsgesellschaft und auch kleinere Unterstützungen durch die Stiftung Denkmalpflege und durch das Bürgerkomitee.</p>



<p>Wer ein Denkmal kauft oder erbt, sollte auch den Willen haben, solch ein Gebäude zu erhalten, viele Details denkmalgerecht aufzuarbeiten und möglichst auch selber darin wohnen zu wollen. Besteht diese Bereitschaft nicht, gibt es genügend freie Bauflächen innerhalb der Altstadtinsel und außerhalb sowieso.</p>



<p>Mein Wunsch wäre es, wenn dennoch aus bestimmten Gründen ein Abrissantrag gestellt wird, wie zum Beispiel:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>das Gebäude lässt sich nicht wirtschaftlich sanieren,</li>



<li>der Grundriss ist nicht zeitgemäß,</li>



<li>die Fassade lässt sich nicht in einen Neubau integrieren,</li>



<li>der Brandschutz und die Wärmeschutzverordnung sind nicht umsetzbar,</li>
</ul>



<p>dass dann die obere und untere Denkmalschutzbehörde, das Bürgerkomitee „Rettet die Altstadt“ e. V. und auch der Welterbe-Beirat sich gemeinsam an einen Tisch setzen, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten.</p>



<p>Weitere Abrisse sollten vehement verhindert werden.</p>



<p>Wer kein Interesse, keine Lust und auch kein Herzblut am Erhalt eines Denkmals verspürt, dem sollte man beim Verkauf helfen, denn begeisterte Denkmalretter werden sich immer finden lassen.</p>



<p class="has-text-align-right">Thorsten-Joachim Kind in <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" data-type="post" data-id="2664">G&amp;T #94</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Giebel &#038; Traufen #94 April 2026</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 05:31:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Giebel und Traufen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://buergerkomitee-stralsund.de/?p=2664</guid>

					<description><![CDATA[In dieser Frühlingsausgabe finden Sie hoffentlich ein paar interessante Artikel zu einer sehr kontrovers führbaren Diskussion um aktuelle Abrissvorhaben in der Stadt wie gerade in der Wasserstr. 59 oder der &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-94-april-2026/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Giebel &#38; Traufen #94 April 2026</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In dieser Frühlingsausgabe finden Sie hoffentlich ein paar interessante Artikel zu  einer sehr kontrovers führbaren Diskussion um aktuelle Abrissvorhaben in der Stadt wie gerade in der Wasserstr. 59 oder der Langenstr. 53 zu besichtigen, den Umgang mit bedeutenden Denkmalen wie den Lokschuppen oder der historisch überaus wichtigen Badenstr. 5. Zudem eine Nachlese der diesjährigen Koggensiegelverleihung. Im Blick zurück schauen wir auf Mariakron das Doppelkloster am Moorteich. Mit Kati Rehberg und Cornelia Seidel hat der Vorstand am 8.1.26 zwei neue Beiratsmitglieder aufgenommen. Herzlich Willkommen!</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Giebel-und-Traufen-GT-94-komprimiert.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Giebel und Traufen G&amp;T #94."></object><a id="wp-block-file--media-b12cba66-8c59-49a3-8da1-1000b61c4e40" href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Giebel-und-Traufen-GT-94-komprimiert.pdf">Giebel und Traufen G&amp;T #94</a><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/04/Giebel-und-Traufen-GT-94-komprimiert.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-b12cba66-8c59-49a3-8da1-1000b61c4e40">Herunterladen</a></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Alle Einzelartikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/wieder-ein-denkmal-weniger/" data-type="post" data-id="2669">Wieder ein Denkmal weniger von T. Kind</a></li>



<li><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/badenstr-5/" data-type="post" data-id="2698">Badenstr. 5 von Arnold v. Bosse</a></li>



<li><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/zwischen-agonie-und-aufbruch/" data-type="post" data-id="2717">Zwischen Agonie und Aufbruch von T. Wagner</a></li>



<li><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/ein-blick-zurueck/das-kloster-mariakron/" data-type="post" data-id="2756">Das Kloster Mariakron von I. Wähler</a></li>



<li><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/veranstaltungen/koggensiegelverleihung-2026/" data-type="post" data-id="2767">Koggensiegelverleihung 2026 von K. Rehberg</a></li>



<li><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/veranstaltungen/im-rausch-der-farben-wanddekorationen-im-wandel-der-zeit/" data-type="post" data-id="2775">Im Rausch der Farben von D. Fromme</a></li>



<li><a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/themen/baustart-rekonstruktion-lucht-kanzel/" data-type="post" data-id="2780">Baustart Rekonstruktion Lucht-Kanzel von H. Werner</a></li>
</ul>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fa. Koch &#038; Poggendorf</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/stralsunder-firmen/fa-koch-poggendorf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 14:23:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stralsunder Firmen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://buergerkomitee-stralsund.de/?p=2609</guid>

					<description><![CDATA[Wenn sich alte Stralsunder an die Zeit vor 1945 und das dammalige Wirtschaftsleben in der Stadt erinnern, wird eines der führenden Unternehmen, die Firma Koch &#38; Poggendorf, geggenwärtig sein. Diese &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/stralsunder-firmen/fa-koch-poggendorf/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Fa. Koch &#38; Poggendorf</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wenn sich alte Stralsunder an die Zeit vor 1945 und das dammalige Wirtschaftsleben in der Stadt erinnern, wird eines der führenden Unternehmen, die Firma Koch &amp; Poggendorf, geggenwärtig sein. Diese angesehene Firma betrieb einen regen Handel mit Getreide und Saatgut und hatte ihren Sitz auf der Hafeninsel, wo sich der lebhafte Umschlag abspielte.<br>Zur Geschichte: Aus der Magdeburger Börde stammend zog der Kaufmann Gustav Koch 1883 nach Stralsund, wo er in der Heilgeiststraße eine Seifenfabrik erwarb. In der Badenstraße befand sich im Eigentum des dänischen Konsuls Schmok ein Getreidegeschäft, das nach dessen Tod 1888 von Gustav Koch gekauft wurde. Er gründete dort seine eigene Firma. Mit einem Handwagen und 361 Säcken begann das Geschäft. Das dänische Konsulat wurde an Koch übertragen. 1893 kaufte er das Bürohaus Fährstraße 20 und den Hausspeicher Fährwallstraße. Nach dem 1 . Weltkrieg erkrankte Gustav Koch, er starb 1923. Der Betrieb wurde von seinem Sohn Friedrich Wilhelm und dem Mitinhaber Fritz Schlamm weitergeführt. 1924 gründeten beide mit den 3 Brüdern Rudolf, Hans und Gerhard Poggendorf die gemeinsame Firma.<br>Das aufblühende Unternehmen benötigte bald mehr Lagerkapazität und erwarb 1926 den von der Firma Teichen erbauten <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/koggensiegel/hafenstrasse-8/" data-type="post" data-id="598">Türmchenspeicher in Hafenstr. 8</a>. Ein trauriges Ereignis geschah 1928, Rudolf verunglückte tödlich beim Segeln. Die Umsatzsteigerung brachte auch eine Vergrößerung des Fuhrparks mit sich. Angefangen mit dem 1. Handwagen kamen Lohnfuhrwerke dazu. Dann wurden einige Rollwagen und bis zu 6 Pferde eingesetzt. Die noch ungefederten Wagen rumpelten mit einer Last bis zu 80 Ztr. durch die Straßen. Später folgten Motorfahrzeuge und LKW mit Zugmaschinen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="694" height="1024" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1930_hafen_0-694x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2612" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1930_hafen_0-694x1024.jpg 694w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1930_hafen_0-203x300.jpg 203w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1930_hafen_0-768x1134.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1930_hafen_0.jpg 976w" sizes="auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px" /><figcaption class="wp-element-caption">Entladearbeiten der Fa Koch &amp; Poggendorf</figcaption></figure>



<p>Mit dem 2. Weltkrieg entstanden wie überall Probleme, z.B. durch Einzug der Fahrzeuge für den Heeresdienst. Am 6. Okt. 1944 traf der Bombenhagel die Firma hart. Das Bürohaus in der Fährstraße war ein Trümmerhaufen, der Hausspeicher teilweise zerstört. Alle Mitarbeiter hatten überlebt, da sie sich in einen Speicher zurückgezogen hatten. Mit dem Kriegsende 1945 änderte sich für das Unternehmen zunächst wenig. Dann aber durfte ab 1950 kein Handel mehr getrieben werden. Silos, Maschinen und das Tanklager wurden an die VEABverpachtet. Eine verbliebene Bürokraft, Frau Schmidt, wickelte die Geschäfte unter großen Schwierigkeiten in materieller und finanzieller Hinsicht ab. Nach ihrem Eintritt ins Rentenalter schlossen sich die<br>Türen 1988 von Koch &amp; Poggendorl für immer. 2002 wurde die Firma endgültig liquidiert.</p>



<p class="has-text-align-right">Ingrid Wähler aus <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/giebel-und-traufen/giebel-traufen-62-august-2015/" data-type="post" data-id="1837">G&amp;T #62</a></p>
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		<title>Wasserstr. 39</title>
		<link>https://buergerkomitee-stralsund.de/koggensiegel/wasserstr-39/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[heiko]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 11:31:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[2026]]></category>
		<category><![CDATA[Koggensiegel]]></category>
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					<description><![CDATA[Das städtebaulich imposante Eckgebäude wurde um 1870/1880 errichtet. Das Grundstück befindet sich am Ende der Wasserstraße und das Gebäude mit seiner mehrfach abgewinkelten Fassade zieht sich der Straßenbiegung folgend über &#8230; <a href="https://buergerkomitee-stralsund.de/koggensiegel/wasserstr-39/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wasserstr. 39</span> weiterlesen</a>]]></description>
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<p>Das städtebaulich imposante Eckgebäude wurde um 1870/1880 errichtet. Das Grundstück befindet sich am Ende der Wasserstraße und das Gebäude mit seiner mehrfach abgewinkelten Fassade zieht sich der Straßenbiegung folgend über die Ecke bis in den Frankenwall hinein. Es besteht aus zwei Geschossen und ein Zwischengeschoss (Mezzanin) und zehn Achsen. Das über dem Erdgeschoss vorhandene Putzband sowie das Gesimsband darüber mit dem historischen Werbeschriftzug konnten nach der Sanierung wieder herausgearbeitet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="649" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1900_frankendamm-5-1024x649.jpg" alt="" class="wp-image-2790" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1900_frankendamm-5-1024x649.jpg 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1900_frankendamm-5-300x190.jpg 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1900_frankendamm-5-768x487.jpg 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1900_frankendamm-5.jpg 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frankendamm stadteinwärts, im Hintergrund links die Wasserstr. 39</figcaption></figure>



<p>1993 wurde dem Eigentümer Dr. Dieter Bartels das Haus seiner Großeltern und somit Elternhaus seiner Mutter auf Antrag zurück übertragen. Gemeinsam mit seinem Bruder sanierte er das Haus und konnte es bereit 1995 vermieten. Es befinden sich darin Einrichtungen für Physiotherapie und Ergotherapie sowie zwei Wohnungen im Dachgeschoss.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1990_wasserstr_39-1024x681.png" alt="" class="wp-image-2792" srcset="https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1990_wasserstr_39-1024x681.png 1024w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1990_wasserstr_39-300x199.png 300w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1990_wasserstr_39-768x510.png 768w, https://buergerkomitee-stralsund.de/wp-content/uploads/2026/01/1990_wasserstr_39.png 1473w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zustand 1990</figcaption></figure>



<p>Das Haus liegt im Randgebiet des von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Stadtgebietes des Kulturgutes „Historische Altstädte Stralsund und Wismar“.</p>



<p>In die Liste der Baudenkmale in Stralsund ist es mit der Nummer 818 eingetragen.</p>



<p>Für die erfolgreiche Sanierung wurde dem Eigentümer &#8211; dreißig Jahre nach dem Einzug der Mieter &#8211; im Januar 2026 das Koggensiegel durch das Bürgerkomitee „Rettet die Altstadt Stralsund e.V.“ verliehen.</p>
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